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Nachruf Beat Brüngger

Mit Beat Brüngger ging ein loyaler Kamerad auf seine allerletzte Reise. Seine Familie, die SVP und die Stadt Illnau-Effretikon verlor eine Persönlichkeit, für die das Wohl aller im Vordergrund stand. Sein Gerechtigkeitssinn liess ihn immer wieder neue Ideen und Projekte entwickeln, welche der Allgemeinheit nicht nur in unserer Gemeinde zu Gute kam.

Als Politiker – Gemeinde- und Bezirksrat – war er ein aufmerksamer Zuhörer, nahm auf, wo der Schuh drücken konnte, nahm sich der Probleme an und versuchte, parteiübergreifend Lösungen zu suchen. Aus seinem reichen Erfahrungsschatz, seiner Dossier-Sicherheit, seiner sachlichen Art in Diskussionen verschaffte er sich Respekt bei links und rechts. Neue Ideen brachte er immer wieder ein und freute sich, konnten diese umgesetzt werden. All diese wertvollen Eigenschaften und seine jahrzehntelange Vorstandstätigkeit kamen der SVP Illnau-Effretikon zugute. Tatkräftig packte er selber jederzeit mit an.

Als Politiker wurde Beat ausserordentlich geschätzt. Er war vor allem Privatmann, dem seine Familie alles bedeutete, und er war Landwirt mit Leib und Seele. In bester Erinnerung bleibt sein spitzbübisches, fröhliches, ansteckendes Lächeln, seine Begeisterung, wenn er etwas mit Erfolg umsetzen konnte.

Immer treu zur Seite stand ihm sein Vreni. Sie half ihrem Beat umzusetzen, was er andachte. Wie oft war zu hören: könntest du? Vreni konnte und unterstützte Beat in allen Belangen mit dem ihr eigenen Charme.

Vreni ging mit ihrem Beat durch dick und dünn bis zuletzt.

Beat wäre nicht Beat gewesen, hätte er nicht noch andere Aktivitäten und Projekte. Aus Anlass seiner Pensionierung und nach 52 Jahren Landwirtschaftsbetrieb verabschiedete er sich 2023 schweren Herzens von seinen Milchkühen. Diese bestimmten den Alltag von Vreni und Beat. Verbunden blieb er zeitlebens jedoch mit dem Wald, für den er sich auch in der Holzkorporation Unter-Illnau engagierte – davon rund 30 Jahre als Präsident. In dieser Zeit entstand auch die Idee zum Bau der Waldhütte Cheiberied.

Geschichte schrieb Beat als OK-Chef des Radcross Illnau, das vor 15 Jahren startete und aus dem Illnauer-Kalender nicht mehr wegzudenken ist. Das OK-Zepter übergab er seinen Söhnen Eric und Nico. Es blieb aber nicht das einzige Steckenpferd von Beat. Seine Leidenschaft galt der Fliegerei. Der Besuch von Flugshows im Inland, Europa und Amerika war die Folge davon. Als grosser Fan des P7-Teams konnte er ermöglichen, dass anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Radcross auch Zuschauer in den Genuss der Flugshow kamen. Sein letztes grosses Projekt war die Venom – ein Flieger eines Freundes -, der im Morgenhof eingelagert werden sollte. Leider reichte Beat die Zeit nicht mehr, das Projekt zu Ende zu führen.

In Erinnerung bleibt eine Persönlichkeit mit ansteckendem, spitzbübischem Lachen, ein Kamerad im besten Sinn des Wortes. Eine Persönlichkeit, die sich engagierte, die gewohnt war, Neues anzupacken, etwas zu bewegen.

Beat, herzlichen Dank für alles, was Du uns gegeben hast – vergessen werden wir Dich nie!

Regula Kuhn

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